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Ich stelle mir die Frage, was Menschen veranlasst rechtspopulistisch zu wählen

Ich mache mir ja wirklich schon lange Gedanken dazu, was Menschen dazu veranlasst politisch in eine soooooo ganz andere Richtung wie ich zu denken und zu wählen.

Und ich habe tatsächlich überlegt, ob ich dazu einen Blogpost mache.

Was kann es bewirken?

Und dann habe ich mir überlegt: Wie krass ist das denn? Ich mache mir Gedanken dazu, ob ich veröffentlichen kann, was mir durch den Kopf geht? Welche Konsequenz es für mich haben kann?

Das hat mich aufgeschreckt und mich noch mehr ermutigt, diesen Post zu schreiben.


Als Epigenetik und traumasensibler Coach habe ich täglich mit Menschen zu tun, die noch heute unter den Folgen transgenerationaler Trauma leiden.

Ihre Famlilien, die den 2. Weltkrieg erlebt haben, teilweise noch leben oder aber ihre Trauma nicht aufgearbeitet haben und so weiter gegeben haben.

Auch ich bin ein Mensch dieser Nachkriegsgeneration, auch Kriegsenkel genannt.

Erst als ich mir dessen bewusst wurde, erst als ich begann ein Verständnis dafür zu entwickeln und mir Prägungen und Verletzungen erklären zu können konnte ich mich auf den Weg in meinen inneren Frieden machen.

Das Thema transgenerationale Trauma und Epigenetik ist noch immer viel zu wenig aufgearbeitet in unserer Gesellschaft. Doch bin ich sehr froh darüber, dass immer mehr Menschen sich darauf spezialisieren und damit auseinandersetzen.


Diese Folgen sind auch 78,5 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges deutlich spürbar und es ist ein wahnsinnig anstrengender Weg für diese Menschen, weil die Prägungen so tief sitzen.

Nicht nur in der Psyche sondern in den tiefsten Zellen der Körper der Menschen.


Doch die Menschen, die zu mir kommen fassen allen Mut zusammen. Arbeiten auf und entwickeln neue Lebensstrategien und Lebensenergien.

Sie entdecken sich, wer sie wirklich sind und was in Frieden verabschiedet werden darf, um den eigenen Weg des Herzens gehen zu können.


Ja, es gibt auch in Deutschland Missstände, die Stück für Stück behoben werden müssen.

Doch können wir alles nur an die Politik abgeben und auf dem Sofa sitzen und warten?


Ich bin der Meinung dass dies Jeder auch für sich tun muss.

Wir werden nie mit allem einig sein, was in der Politik gemacht wird. Doch wir können für uns selber Verantwortung übernehmen.


Jede/r sollte für sich wirklich definieren, wie er/sie leben möchte und warum er/sie so leben möchte und was er/sie dafür tun kann.


Ich halte es für äußerst notwendig, bevor ich auf die Straße gehe, bevor ich laut schreie -gegen etwas schreie, für mich ganz persönlich zu überprüfen, was kann ich denn bei mir wirklich tun. Was ist mein Anteil?

Vor allem, was ist mein Motivator? Welcher Mangel treibt mich wirklich an? Und vor allem, ist es ein Mangel aus dem jetzigen Erwachsenen Dasein oder sind es verletzte, traumatisierte unglückliche innere Anteile aus der Kindheit/ Jugend in mir das da reagiert?

Es gibt so viele Fragestellungen, die ich mir wirklich stellen sollte, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle. Es ist so wichtig hinzusehen und hinzuspüren was mich wann und zu jeglicher Situation antreibt zu reagieren.


Das was bis vor 78,5 Jahren war möchte ich nicht wieder haben. Auch nichts ähnliches. Ich lebe gerne in Deutschland und tu jeden Tag mein Bestes für ein mental gesünderes Zusammenleben in dieser Welt und viel mehr Liebe füreinander.


Tatsächlich mache ich mir Sorgen um die Zukunft meiner Tochter/ ihrer Generation und nachfolgenden Generationen.

Und da ich sozial engagiert bin auch in Flüchtlingsfragen wäre ich auch eine derjenigen, die nicht mehr in Deutschland leben dürfte.

Das fände ich nicht wirklich lustig!


Ich bin dankbar, dass so viele Menschen gerade auf die Straße gehen.





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