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Was macht mich als Autismus Therapeutin aus?

Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich selbstständig bin, oder einfach an meinem MENSCHSEIN 😊

 

Ich glaube eher an meinem Mensch Sein

Schon von jungen Jahren an liegt mir das Kindeswohl, das Menschenwohl am Herzen

Ich vermute, dass ich diese intrinsische Motivation aus meiner eigenen Lebensgeschichte habe.

Traumatisiert, jedoch tief vergraben, so dass mir das eigene Trauma erst mit Anfang 40 wirklich bewusst wurde und aufgearbeitet werden konnte.

Ich habe eine tiefe Empathie und Motivation, Menschen zu begleiten, sich selbst zu verstehen, sich selbst nicht anzuzweifeln, sondern sich persönlich anzunehmen und herauszufinden, wie sie ihren Weg des Herzens gehen können.

Mir ist es ein hohes Anliegen, das gesamte System einzubeziehen, denn es ist immer das ganze System beteiligt an dem, was geschieht. Daher gehe ich in die Familien, in die Schulen, begleite SchulbegleiterInnen,  biete Unterstützung für LehrerInnen an, beziehe Geschwister mit ein.

Mir ist es bewusst, dass die Eltern oft erst ein wenig zur Ruhe kommen, wenn die Kids im Bett sind.

Und wenn ich dann abends noch angeschrieben werde, versuche ich zu antworten, in den Austausch zu gehen. Natürlich auch nicht immer, da auch ich nach langen Tagen Pausen benötige. Denn Ich arbeite den ganzen Tag mit Menschen unterschiedlichster Charaktere, unterschiedlichster Ausprägungen im Autismus Spektrum sowie meinen Coaching KlientInnen mit den unterschiedlichsten ganz eigenen Geschichten. Um gut für meine KlientInnen sorgen zu können, muss ich auch gut für mich sorgen.

Und doch macht meine Verfügbarkeit, glaube ich, einen Unterschied zu jemandem, der angestellt und nicht selbständig ist.

Bekomme ich mit, dass KlientInnen daran zweifeln, warum sie es wert sind, auf der Welt zu sein, dann bin ich auch am Wochenende da. Denn nichts ist schlimmer auszuhalten als solche Selbstzweifel, die bis hin zur Lebensbedrohung sein können. Manche Themen können nicht auf den nächsten Termin warten!

Ich gebe meinen KlientInnen Zeit, mir vertrauen zu lernen! Denn oftmals haben sie bereits eine Odyssee hinter sich. Eine Odyssee aus Diagnostik, Aussagen nicht richtig zu sein, falsch zu sein und sich ändern zu müssen, nicht zu verstehen, wie das gut und damit durch die äußere Abwertung in die innere eigenen Abwertung zu gehen. Menschen, die Verständnis suggeriert haben und dann doch einfach weg waren, weil sie selber in ihren Handlungsmustern vielleicht nicht flexibel genug waren.

Meine KlientInnen wieder irgendwelche Erwartungen nicht erfüllt haben.

Doch ist es nicht die Aufgabe meiner KlientInnen Erwartungen zu erfüllen, denn sie wissen oft nicht wie es geht. Sondern es ist die Aufgabe der begleitenden Personen herauszufinden, was gute Wege sein können. Was brauchen meine KlientInnen, um besser in der Gesellschaft als Ganzes zurecht zu kommen.

Genau das versuche ich kleinschrittig herauszufinden.

Und ja, ich bin nicht für jeden die richtige Person/ Begleitung, denn meine KlientInnen müssen mit mir auch Flexibilität lernen. Dadurch, dass ich allein in der Autismus Therapie 26 KlientInnen habe, vergesse ich auch mal, wenn wir eigentlich z.B. Backen geplant haben. Oder auch ich bin mal müde und nicht ganz so konzentriert.

Doch was mich in diesen Momenten ausmacht: Ich zeige mich als Mensch.

Ich erkläre und tue nicht einfach ab, dass das, was ich gerade für diesen KlientIn „falsch“ gemacht habe.

Ich bin klar und transparent, damit alles nachvollziehbar ist.

Doch ich glaube, was meine KlientInnen spüren, ist, dass ich in meinem mir möglichen Rahmen für sie wirklich immer alles gebe.

Auch wenn ich nicht frei von Vergessen, Fehleinschätzungen, Ungeduld, Nichtwissen und / oder ähnlichem bin, was es gerade für Menschen aus dem Autismus Spektrum dann manchmal schwer machen kann.

Und natürlich bin ich Mensch… wenn ich verletzt werde, sei es körperlich oder verbal, dann bringe ich dies zum Ausdruck und erkläre was es mit mir macht. Doch eins was man als Autismus TherapeutIn wissen sollte und sich immer wieder klar machen sollte ist, meistens ist es nicht persönlich gemeint. Sondern aus einer Impulsivität heraus, aus einer Not heraus und es sind noch nicht ausreichend neue Strategien entwickelt, um mit Stresssituationen umgehen zu können.

Das entschuldigt für den Moment, doch darf deutlich gemacht werden, dass ein Verhalten/ eine Reaktion auf Dauer nicht ok ist und etwas Neues entwickelt werden darf

 

 



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